Gib einer Marke einen eigenen Social-Media-Kalender, wenn sie eigene Freigeber, eine eigene Tonalität, eine eigene Zeitzone oder besondere Vertraulichkeitsanforderungen hat. Darüber legst du eine gemeinsame Ebene für die Termine, die überall zusammenpassen müssen, etwa Launches und Feiertage. So stimmen auch große Marken ihre Teams und Regionen ab: Die Umsetzung ist getrennt, die Termine sind gemeinsam.
Kurzfassung: Mach sechs Tests (Freigeber, Tonalität, Zeitzone, Rhythmus, Vertraulichkeit, Volumen). Sagen drei oder mehr „getrennt“, teilst du den Kalender auf. Dazu kommt eine Master-Ansicht für Launch-Termine, Sperrtage und Kampagnen.
Sechs Tests: trennen oder zusammenlassen?
| Test | Ein Kalender, wenn ... | Trennen, wenn ... |
|---|---|---|
| Freigeber | Dieselbe Person gibt alles frei | Jede Marke hat eigene Freigeber |
| Tonalität und Sprache | Eine Tonalität, eine Sprache | Pro Marke andere Tonalität oder Sprache |
| Zeitzone | Eine Zeitzone für die Zielgruppe | Marken oder Regionen laufen nach verschiedenen Uhren |
| Posting-Rhythmus | Ähnliche Frequenz | Eine Marke postet täglich, die andere wöchentlich |
| Vertraulichkeit | Alle dürfen alles sehen | Kunden oder Märkte dürfen einander nicht einsehen |
| Volumen | Insgesamt unter etwa 15 Posts pro Woche | Ein Kalender ist zu voll, um ihn zu überblicken |
Zähl, wie oft „trennen“ herauskommt. Bei drei oder mehr bekommt jede Marke einen eigenen Kalender. Bei einem oder zwei Treffern bleibst du bei einem Kalender und arbeitest mit Filtern.
Was in die gemeinsame Ebene gehört
Getrennte Kalender heißen nicht getrennte Welten. Führe eine gemeinsame Ebene, die einer einzigen Person gehört und nur das enthält, was abgestimmt sein muss:
- Launch-Termine sowie Start und Ende von Kampagnen
- Feiertage und Sperrtage (keine Werbeposts)
- Fristen für rechtliche oder Compliance-Prüfungen
- Globale Posts, die jede Region ausspielen muss, mit zwei Wochen Vorlauf
Alles andere, also die Posts im Tagesgeschäft, bleibt im Kalender der jeweiligen Marke. Muss ein Markenteam erst um Erlaubnis bitten, um an einem Dienstag zu posten, ist deine gemeinsame Ebene zu groß geraten.
So stimmst du Regionen ab, ohne sie auszubremsen
Große Teams teilen die Arbeit einfach auf: Die Zentrale bestimmt, was und wann, die Region entscheidet, wie. Die Zentrale veröffentlicht die „Muss laufen“-Liste. Die Regionalteams passen Text, Sprache und Timing in ihrem eigenen Kalender an und markieren die gemeinsamen Posts als geplant.
Stell die Zeitzone jeder Region in deren eigenem Kalender ein. So wird ein Post für 9 Uhr Ortszeit nicht in der Zeit der Zentrale eingeplant. Gehört bei dir auch Übersetzen zur Regionalarbeit, findest du Tipps in unserem Beitrag Content-Kalender lokalisieren, ohne den Aufwand zu verzehnfachen.
Ein Beispiel: ein Händler, drei Regionen
Ein Händler hat Teams in den USA, in Großbritannien und in Deutschland. Jedes hat eigene Freigeber, eine eigene Sprache und eine eigene Uhr, also sagen alle sechs Tests „trennen“. Die Zentrale führt eine gemeinsame Ebene mit nur drei Dingen: den saisonalen Sale-Terminen, den zwei Produkt-Launches und den Sperrtagen an Feiertagen.
Das US-Team plant seine Wochenposts selbst, das UK-Team passt die Launch-Texte an, und das deutsche Team übersetzt und plant in seiner eigenen Zeitzone. Die Zentrale sieht sich keine Tagesposts an. Sie prüft nur, ob die gemeinsamen Termine in jedem Regionalkalender stehen.
So sieht das in Mydrop aus
Mit den Workspaces von Mydrop bekommt jede Marke oder jeder Markt einen eigenen Kalender, eine eigene Zeitzone und eigene Rollen. Marken halten Profile unter einem Konto zusammen. Für die gemeinsame Ebene benennst du Kampagnen konsequent und filterst den Kalender nach Kampagne, wie in So filterst du den Social-Media-Kalender nach Kampagne beschrieben. Kalendernotizen halten Sperrtage und Launch-Erinnerungen direkt neben den Posts fest, die sie betreffen. Erinnerungen und die Social Inbox können zentral bleiben, auch wenn die Kalender getrennt sind.
Ein wöchentliches Abstimmungsmeeting in 20 Minuten
Halte es einmal pro Woche ab, mit je einer Person pro Marke oder Region:
- Gemeinsame Termine der nächsten zwei Wochen (5 Minuten). Ändert sich etwas?
- Konflikte (5 Minuten). Posten zwei Marken am selben Tag ähnliche Angebote?
- Blocker (5 Minuten). Späte Assets, ausstehende Freigaben.
- „Muss laufen“-Liste der nächsten Woche (5 Minuten). Klärt, wer welchen Punkt verantwortet.
Läuft das Meeting regelmäßig über, steckt zu viel in der gemeinsamen Ebene. Schieb alles, was nur eine Marke betrifft, zurück in deren Kalender. Das Meeting behält nur Termine, die mindestens zwei Marken berühren.
Nächster Schritt: Mach die sechs Tests für deine Marken und schreib auf, wie oft „trennen“ herauskommt. Benenne dann eine Person für die gemeinsame Ebene. Willst du pro Marke einen Workspace einrichten, starte kostenlos mit Mydrop.















































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