Deine beste Uhrzeit zum Posten auf Instagram steckt längst in der App. Öffne dein Profil, tippe auf Professional Dashboard, dann auf deine Follower-Zahl und scroll runter zu Aktivste Zeiten. Dieser Chart zeigt dir, an welchen Stunden und Tagen deine Follower wirklich auf Instagram sind, aufgeschlüsselt nach Wochentag.
Der Chart ist dein Startpunkt, nicht deine endgültige Antwort. Er sagt dir, wann Leute online sind, nicht, wann sie mit deinen Posts interagieren. Dafür machst du einen kurzen Test: Such dir drei Zeitfenster, poste zwei Wochen lang in genau diese Fenster und behalte den Gewinner.
Kurz gesagt: Hol dir aus den Insights, wann deine Follower online sind (Professional Dashboard > Follower-Zahl > Aktivste Zeiten), teste zwei Wochen lang deine drei besten Zeitfenster und behalte das mit der besten Reichweite in der ersten Stunde.
Hol dir die Aktivzeiten deiner Zielgruppe (dauert 5 Minuten)
- Stell sicher, dass du ein Professional-Konto hast. Falls nicht: Einstellungen > Kontotyp und Tools > Zu Professional-Konto wechseln. Kostet nichts.
- Geh auf dein Profil und tippe auf Professional Dashboard.
- Tippe auf deine Follower-Zahl (oder Follower insgesamt unter Insights).
- Scroll ganz nach unten zu Aktivste Zeiten. Wechsel zwischen Stunden und Tagen und wisch dich durch jeden Wochentag.
Drei Dinge solltest du wissen, bevor du dem Chart vertraust:
- Du brauchst mindestens 100 Follower, damit der Chart überhaupt auftaucht.
- Er misst, wann Follower online sind, nicht, wann sie interagieren. Meistens deckt sich das, aber nicht immer.
- Wenn sich deine Zielgruppe über mehrere Zeitzonen verteilt, wird der Chart flach. Schau unter Insights > Follower > Top-Standorte und plane nach der Ortszeit deiner größten Stadt.
Noch keine Daten? Starte mit diesen Zeitfenstern
Wenn dein Account neu ist oder der Chart flach aussieht, leih dir einen Startpunkt und lass den Test den Rest klären. Das sind die Fenster, die wir zuerst testen würden, basierend auf den Accounts, die wir betreuen (alle Zeiten in der Ortszeit deiner Zielgruppe):
| Account-Typ | Fenster zum Testen | Beste Tage |
|---|---|---|
| Lokales Geschäft (B2C) | 11–13 Uhr und 18–20 Uhr | Di–Fr |
| B2B / Dienstleistungen | 7–9 Uhr und 12–13 Uhr | Di–Do |
| Creator / Lifestyle | 12–14 Uhr und 19–21 Uhr | Mi–So |
| Ecommerce | 12–13 Uhr und 20–22 Uhr | Do–So |
Zu den Tagen: Dienstag bis Donnerstag sind am zuverlässigsten für fast jeden Account-Typ. Montag läuft ab etwa 10 Uhr, wenn alle in der Woche angekommen sind. Wochenenden ziehen stark bei Lifestyle- und Shopping-Content, schwach bei B2B.
Sieh das alles als Hypothese. In zwei Wochen ersetzen deine Daten sie.
Teste zwei Wochen lang drei Zeitfenster
Hier ist die ganze Methode:
- Such dir drei Fenster: deinen Platz 1 aus dem Aktivste-Zeiten-Chart, deinen Platz 2 und einen Wildcard-Slot aus der Tabelle oben.
- Rotiere zwei Wochen lang durch sie. Ziel sind mindestens 12 Posts, damit jedes Fenster 4 oder mehr abbekommt. Weniger, und du liest nur Rauschen.
- Halt den Content vergleichbar. Teste nicht Reels im einen Fenster und statische Posts im anderen, sonst testest du das Format, nicht die Uhrzeit. Gleiches gilt für Captions: Halt Länge und Stil konstant (hier siehst du, welche Caption-Längen pro Plattform wirklich funktionieren).
- Miss zwei Zahlen pro Post: die Reichweite in den ersten 60 Minuten und die Engagement-Rate (Interaktionen geteilt durch Reichweite).
Das eigentliche Problem in der Praxis ist, die Fenster wirklich zu treffen. Wenn dein bester Slot Sonntag 20 Uhr ist, willst du nicht Sonntag um 20 Uhr live am Handy sitzen und posten. Bereite die zwei Wochen an Posts im Voraus vor und plane sie auf die Minute genau mit einem Content-Kalender. Mydrop veröffentlicht sie für dich und protokolliert die Ergebnisse pro Post, sodass der Vergleich am Ende Minuten dauert statt eines ganzen Abends mit der Tabelle.
Lies die Ergebnisse, ohne dich selbst zu täuschen
Nach zwei Wochen sortierst du die Posts nach Fenster und vergleichst die Durchschnitte. Ein paar Regeln halten dich ehrlich:
- Lass den einzelnen Top-Post weg, bevor du den Durchschnitt bildest. Ein halbwegs viraler Reel krönt sonst das falsche Fenster.
- Ein Gewinner ist konstant, nicht glücklich. Wenn ein Fenster im Schnitt vorne lag, aber die Hälfte seiner direkten Duelle verloren hat, hat es nicht gewonnen.
- Bei Gleichstand gewinnt das frühere Fenster. Frühere Posts haben einen längeren ersten Tag im Feed.
- Schau dir die Tageskurve an. In der Analyse von Mydrop bekommst du pro Profil einen Tages-Zeitverlauf, und der macht sofort klar, ob ein Fenster jede Woche liefert oder nur einmal ausgeschlagen hat.
Und dann leg dich fest. Poste deinen wichtigsten Content im Gewinner-Fenster, nutze den Zweitplatzierten als deinen zweiten Slot am Tag und hör auf, darüber nachzudenken.
Mach den Check einmal pro Quartal neu. Aktivzeiten verschieben sich mit den Jahreszeiten, den Schulferien und der Sommer-/Winterzeit, und ein Follower-Schub durch einen viralen Post kann dein ganzes Zielgruppenprofil verändern.
Leg heute los
Ruf deinen Aktivste-Zeiten-Chart auf, schreib dir deine zwei besten Stunden auf, pack ein Wildcard-Fenster dazu und plane die nächsten zwei Wochen an Posts in diese drei Slots.
Wenn du das für mehr als einen Account machst, ist das genau der Workflow, für den Mydrop gebaut wurde: Plane jeden Instagram-Post auf die Minute genau und vergleiche die Fenster pro Profil, ganz ohne Export. Du kannst kostenlos starten und hast den Zwei-Wochen-Test noch vor dem Mittagessen eingeplant.















































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