Für jede Plattform gibt es eine klare Antwort auf die Frage nach der Caption-Länge, und sie passt in eine einzige Tabelle. Die Regel dahinter: die Worte vor dem Abschneiden machen fast die ganze Arbeit, denn kaum jemand tippt je auf "Mehr".
Das harte Limit ist der Maximalwert der Plattform. Der Cut-off ist die Stelle, an der der Feed den Rest versteckt. Und der Sweetspot ist das, was wir über viele Kundenaccounts hinweg funktionieren sehen.
| Plattform | Hartes Limit | Feed schneidet ab nach | Sweetspot |
|---|---|---|---|
| 2.200 Zeichen | ~125 Zeichen | 70 bis 125 Zeichen für Reichweite, 150 bis 300 Wörter für erklärende Posts | |
| TikTok | 4.000 Zeichen | etwa eine Zeile | Unter 100 Zeichen, Hauptkeyword zuerst |
| 63.206 Zeichen | ~400 bis 480 Zeichen | Unter 80 Zeichen für Engagement, 100 bis 250 Wörter für Angebote | |
| 3.000 Zeichen | ~140 Zeichen auf dem Handy | 150 bis 200 Wörter, Hook in den ersten 140 Zeichen |
Kurz gesagt: Schreib deine ersten 125 Zeichen so, als wären sie die ganze Caption, denn für die meisten sind sie genau das. Werde nur länger, wenn die Extra-Worte Schritte, Beweise oder eine Story tragen: Instagram-Karussells, Facebook-Angebote, LinkedIn-Lektionen.
Instagram-Caption-Länge: 125 Zeichen sind das echte Limit
Das harte Limit liegt bei 2.200 Zeichen, aber der Feed kürzt schon bei rund 125 Zeichen hinter einem "Mehr"-Link. Dieser erste Block trägt deinen Hook, dein Keyword und deine Aufforderung.
Drei Bereiche decken fast jeden Instagram-Post ab:
- 70 bis 125 Zeichen für Reichweiten-Plays: Memes, schnelle Tipps, Produktshots. Eine Zeile Nutzen, eine Aufforderung (speichern, kommentieren, teilen).
- 150 bis 300 Wörter für Karussells und erklärende Posts. Lange Captions bringen Speicherungen, wenn sie Schritte ergänzen, die die Slides auslassen. Stell das Versprechen nach vorn, denn niemand klappt eine Caption auf, die lahm startet.
- Reels: eine kurze Zeile. Die Caption liegt über dem Video und wird im Reels-Feed auf etwa eine Zeile gekürzt. Halt sie unter 100 Zeichen, Keyword früh, und pack den restlichen Kontext ins Bild.
Die Instagram-Suche liest Captions mit, also benenn das Thema klar im sichtbaren Teil. Bei Hashtags reichen 3 bis 5 gezielte, nicht 30.
TikTok-Caption-Länge: kurze Caption, suchbare Worte
TikTok erlaubt jetzt 4.000 Zeichen, was viele zu ganzen Aufsätzen verleitet. Lass den Aufsatz. Der Feed zeigt etwa eine Zeile, die Leute schauen das Video, und die eigentliche Aufgabe der Caption ist die Suche.
- Bleib unter 100 Zeichen bei den meisten Posts.
- Setz den Suchbegriff nach vorn: "einfaches Meal Prep für die Nachtschicht" schlägt "Das MUSST du ausprobieren".
- Lange Captions (ab 300 Zeichen) haben genau einen Zweck: Storytime- und How-to-Posts, bei denen die TikTok-Suche Details indexieren soll, die das Video nur ausspricht. Nach unserer Erfahrung helfen sie der Auffindbarkeit bei zeitlosen How-tos und bringen bei Trend-Content nichts.
Also ja, lange Captions können auf TikTok funktionieren, aber als Such-Asset, nicht als Lesestoff.
Facebook-Caption-Länge: am kürzesten gewinnt, mit einer Ausnahme
Facebooks Limit ist mit 63.206 Zeichen berühmt. Der Feed klappt den Post trotzdem schon bei rund 400 bis 480 Zeichen hinter "Mehr anzeigen" ein.
- Unter 80 Zeichen ist die Engagement-Zone für organische Seiten-Posts: Fragen, Updates, Link-Intros. Kurze Posts holen auf den meisten Seiten, die wir betreuen, konstant mehr Engagement als lange.
- 100 bis 250 Wörter für die Ausnahme: Angebote, Event-Promos und Testimonial-Posts, die vor der Aufforderung Beweise brauchen. Starte mit dem Ergebnis ("Sarah hat aus einem Post 3 Kunden gewonnen"), dann die Details, dann ein Link.
- Facebook Reels: behandle sie wie TikTok. Eine kurze Zeile, da die Caption über dem Video liegt.
Gruppen vertragen längere, gesprächige Posts. Seiten bestrafen sie.
LinkedIn-Caption-Länge: gewinn die ersten 140 Zeichen
LinkedIn deckelt Posts bei 3.000 Zeichen und kürzt bei rund 210 Zeichen am Desktop und etwa 140 auf dem Handy. Dieser erste Satz entscheidet, ob überhaupt jemand auf "mehr anzeigen" tippt. Der Tap hilft angeblich auch der Verbreitung, auch wenn LinkedIn das nie bestätigt hat. Behandle den Hook also als das Ziel und jeden Algorithmus-Bonus als Zugabe.
- 150 bis 200 Wörter insgesamt sind der Sweetspot für Lektionen und Frameworks: genug Platz für einen Hook, drei knackige Punkte und eine abschließende Frage.
- Der Hook muss in 140 Zeichen passen und eine Zahl oder eine Spannung enthalten: "Wir haben den Posting-Plan eines Kunden halbiert. Das Engagement stieg um 40 %."
- Eine Zeile pro Absatz. Dichte Blöcke sterben auf dem Handy.
Die Gewohnheit, die jede Zahl hier schlägt
Alle vier Cut-offs lehren denselben Move: schreib die erste Zeile zuletzt, und schreib sie für den Schnitt. Entwirf die Caption, dann feil an Zeile eins, bis sie für sich allein steht.
Der nervige Teil, wenn du mehrere Accounts betreust, ist zu prüfen, wie jede Plattform deine konkrete Caption wirklich behandelt. Genau dafür ist eine Post-Vorschau pro Plattform da: Mydrop zeigt dir, wie deine Caption auf Instagram, TikTok, Facebook und LinkedIn aussieht, bevor du auf Veröffentlichen tippst. So fällt eine schwache erste Zeile schon im Entwurf auf, nicht erst im Feed.
Finde deine eigenen Sweetspots in zwei Wochen
Plattform-Durchschnitte sind die Startaufstellung, nicht die Ziellinie. Deine Zielgruppe hat ihre eigenen Zahlen, und die zu finden dauert etwa zwei Wochen:
- Wähl eine Plattform und einen Content-Typ.
- Veröffentliche 3 Posts mit kurzer Caption und 3 mit langer Caption vom selben Typ, in gleicher visueller Qualität.
- Vergleich Speicherungen, Kommentare und Reichweite 72 Stunden nach jedem Post. Behalt den Sieger als deinen Standard.
Mach den Test immer zur gleichen Uhrzeit, damit die Länge die einzige Variable ist: finde zuerst deine besten Posting-Zeiten, dann teste Captions innerhalb dieser Zeitfenster.
Wenn dein Engpass darin liegt, für jede Caption vier plattformspezifische Versionen zu schreiben: Mydrops KI-Caption-Tools entwerfen die Varianten aus einer Kernidee, und der Content-Kalender lässt dich den ganzen Test-Batch in einem Rutsch planen. Starte kostenlos, mach den Zwei-Wochen-Test, und die Caption-Längen, mit denen du am Ende landest, sind deine eigenen, nicht die von Buffer.













































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